­Als ich diesen Spruch las, war klar für mich, das wird die Überschrift für meinen neuen Blog, denn ich beschäftige mich schon länger mit diesem Thema/Gefühl. Jeder Mensch möchte im Grunde nur eines, glücklich sein.

Was ist Glück eigentlich? 

Es gibt unterschiedliche Ansätze wie man Glück definieren kann – das emotionale Wohlbefinden und das rationale Wohlbefinden.

Das emotionale Wohlbefinden richtet sich immer auf den jetzigen Moment, wie geht es mir heute, was für Gefühle dominieren, negative oder positive? Was kann ich tun um mich besser zu fühlen? Bewusste Gefühlslage im Moment. Dieses ist für mich das bessere Glücksgefühl, denn hier lebe ich den Moment.

Das rationale Wohlbefinden richtet sich eher auf den Grad der Zufriedenheit mit dem Leben. Man schaut auf sein eigenes Leben und bewertet es, was möchte ich und was habe ich tatsächlich. Hier geht es um Erwartungen, Wünsche, Ziele, die man für sich selbst setzt. Dieses setzt immer Leid voraus, man lebt in der Zukunft oder in der Vergangenheit und in seiner eigenen Gedankenwelt.

Eine glückliche Person erfreut sich häufig positiver Gefühle und erfährt seltener negative Gefühle im Hier und Jetzt und sieht einen Sinn in ihrem Leben.

Was entscheidet über unser Wohlbefinden?

  • gute, liebevolle Beziehungen z.B. Partnerschaften, Familie, Freunde, Kollegen, Nachbarn
  • Physische und psychische Gesundheit
  • Befriedigende Aufgabe im Leben
  • Persönliche Freiheit
  • Die innere Haltung
  • Lebensphilosophie
  • Finanzielle Sicherheit zur Befriedigung von Grundbedürfnissen aber auch den materiellen Wünschen

Für die meisten Menschen haben die zwischenmenschlichen Beziehungen den höchsten Stellenwert in ihrem Leben, da wir einfach nicht gern das Gefühl des Alleinsein empfinden wollen, diese Angst schlummert in uns, diese Angst trägt die Urangst des vergänglichen in sich, die Angst vor dem Tot, das wir keine Rolle mehr spielen, nicht wichtig sind. Wenig Menschen kommen mit diesem Thema gut klar und es zieht Leid mit sich.

Die Arbeit hat auch einen großen Stellenwert in unserem Leben und ist damit ein wichtiger Faktor zum Glücklichsein. Wir möchten etwas sinnvolles mit unserer Zeit anfangen, etwas was wir gern tun. Arbeit vermittelt uns das Gefühl gebraucht zu werden, es stärkt unser Selbstbewusstsein, unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und wir bekommen für unsere Leistung einen finanziellen Ausgleich. Dieser sorgt dafür, dass wir ein Gefühl von Sicherheit empfinden können.

Warum lohnt es sich, glücklich/zufrieden zu sein?
Das Gefühl von Glück wirkt sich positiv auf uns aus, es schenkt uns Lebensenergie, stärkt unser Immunsystem, festigt Beziehungen, wir sind produktiver und unsere Lebensfreude erhöht sich. Wer Glück empfindet , strahlt es aus und zieht es magisch an. Es ist wohl die lohnendste Anstrengung im eigenen Leben.

Was kann ich selbst tun um Glück zu empfinden?
Das Gefühl von Glück kann man nur im Inneren erzeugen, jeder von uns hat die Wahl und auch das potential in sich. Du kannst in jedem Moment selbst die Entscheidung treffen und diese dann auch Leben. Ja jeder Mensch braucht ein Ziel, deswegen ist es auch gut daran zu arbeiten um es eines Tages zu verwirklichen und ja wir können aus der Vergangenheit lernen um einige Fehler nicht mehr zu machen. Aber lass nicht zu, dass die Vergangenheit, mit all dem was dir passiert ist, deinen Tag bestimmt und Lebe nicht in der Zukunft, versuche immer im jetzt zu handeln und zu leben, Frage dich, was kann ich heute tun, damit es mir gut geht. Trenne dich von allem, was du nicht mehr in deinem Leben möchtest oder was dir schadet, denn es bremst dich aus.

Viele Menschen haben den Zugang zu sich selbst verloren. Sie denken zu viel und sind davon überzeugt, dass man Glück im Außen findet. Wir bauen uns Identifikationen: Vater/Mutter, Ehegatten, Geschwister, Freund/-in, Kollegen/-innen usw., die zur Folge haben, das wir jeder dieser Rollen gerecht werden wollen und scheitern wir ist es immer eine innere Niederlage für uns. Wir versuchen dadurch immer ein besserer Mensch zu werden, statt einfach mal zu erkennen, das wir dies schon sind, wir sind vollkommen. Alles andere sind „nur“ Identifikationen, Rollen, die natürlich auch Fehler machen, da wir sie in unserer Gedankenwelt erschaffen haben und letztlich unwissend sind, wie genau solche Rollen funktionieren, woher auch?

Wir wünschen uns eine stabile Partnerschaft, eine Familie, einen sicheren Arbeitsplatz, ein schönes zuhause, finanzielle Sicherheiten usw. weil wir glauben, das es uns glücklich macht. Sicher, dass sind alles schöne und beruhigende Dinge, doch können sie einen nicht glücklich machen – denn nur wir selbst haben diese Kraft.  Glücklich zu sein ist eine innere Haltung.

Käme eine Zauberfee und würde die Frage stellen:
Was für einen Wunsch hast du?
Was würdest du antworten?

Die wenigsten (wenn es überhaupt jemand sagt) würden sagen, ich bin wunschlos glücklich. Das Problem von Wünschen ist allerdings, dass sie immer nur für einen Moment das Gefühl von Glück entfachen können. Hierzu ein kleines Gedicht von Wilhelm Busch.

Niemals
Wonach du sehnlich ausgeschaut,
Es wurde dir beschieden.
Du triumphierst und jubelst laut:
Jetzt hab ich endlich Frieden!

Ach, Freundchen, rede nicht so wild,
Bezähme deine Zunge!
Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt,
Kriegt augenblicklich Junge.

Und da ich Yogalehrerin bin und die Erfahrung gemacht habe, das man durch die Asanapraxis die Möglichkeit hat, sich selbst immer wieder neu zu spüren und seinem inneren Kern näher zu kommen, möchte ich dich dazu ermutigen nicht aufzugeben, es immer wieder neu zu versuchen, erst recht, wenn du das Gefühl hast, ach heut ist es mir nicht so gut gelungen, sei sanft zu dir selbst. Das Leben ist ein Traum, nimm es leicht ;-). Wenn es dir schwer fällt, probiere es mal mit Yoga, vielleicht ist es auch für dich ein gutes Werkzeug.